Press "Enter" to skip to content

Zwei Möglichkeiten, um Polizeigewalt in Amerika zu betrachten

Auch das Kino hat das Thema auf den Prüfstand gestellt.

Insbesondere "American Son" und "Queen & Slim" schließen sich einem wachsenden Block von Filmen an, darunter "Blindspotting" und "The Hate U Give", die die rassistische Dimension von Polizeigewalt in der Ära der Black Lives Matter hinterfragen.

Das Besondere an den beiden neuen Einträgen ist jedoch, dass sie in wichtiger Weise besser funktionieren, wenn sie nebeneinander angezeigt werden. Sie fangen aus zwei Perspektiven den Antagonismus ein, der die Beziehung zwischen der Polizei und den schwarzen Amerikanern definiert.

"American Son", adaptiert aus einem gleichnamigen Broadway-Stück, konzentriert sich hauptsächlich auf den indirekten emotionalen Tribut staatlicher Aggression. Der Film folgt einem gemischtrassigen Paar, das von Kerry Washington und Steven Pasquale gespielt wird, während sie eine Nacht auf einer Polizeistation verbringen, um herauszufinden, was mit ihrem Sohn passiert ist. Sie wissen nur, dass er und zwei andere junge Schwarze überfahren wurden.

Sie warten und sie quälen sich. Sie warten und sie quälen sich. In 90 Minuten taucht "American Son" zu verschiedenen Themen auf: Wie von schwarzen Männern erwartet wird, dass sie Vorbilder für gutes Benehmen sind, oder wie von ihnen angenommen wird, dass sie "Gangster" sind – die erdrückenden Gespräche, die schwarze Eltern mit ihren schwarzen Kindern führen darüber, wie man während einer Verkehrsbehinderung sicher bleibt, schwarzer Zorn. (Hört sich das bekannt an? Jedes dieser Themen ist in den letzten realen politischen Gesprächen aufgetaucht und hat die verschiedenen Facetten der unverbesserlichen rassistischen Spannungen in Amerika erneut beleuchtet.) Wie einige Kritiken belegen, ist der Umgang mit diesen Themen im Film nicht immer erfolgreich manchmal wirkt es ein bisschen wie ein "Racial Politics 101" -Kurs. Aber der tiefere Punkt von "American Son" schwingt immer noch mit: Sie müssen nicht den Schlag eines Billy Clubs oder den Einschlag einer Kugel spüren, damit Sie von der Polizei gewaltsam zerstört werden. Manchmal reicht die Nähe.

"Queen & Slim" verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Natürlich zeigt der Film auch die Welligkeit eines bestimmten Traumas: Die Titelfiguren, gespielt von Jodie Turner-Smith und Daniel Kaluuya, verlassen sich auf die Großzügigkeit von Fremden, um eine Gefangennahme (oder noch schlimmer) nach Slim-Schüssen zu vermeiden und einen weißen Polizisten umzubringen, der sie tötet griff das Paar an.

Aber "Queen & Slim" befasst sich wohl mehr mit dem, was diese Brutalität mit der schwarzen Selbstsucht und Entscheidungsfreiheit macht. Der Film bittet die Zuschauer zu überlegen, wie schwarze Amerikaner zwischen Individualität und Symbolität tanzen. (Denken Sie an die ständig wachsende Liste schwarzer Namen, die sich in Social-Media-Hashtags verwandelt haben, und daran, wie ein Pantheon geschaffen wurde, in dem sich der Magen umdreht.)

Die Rassenpolitik der Waffenkontrolle

Schon früh fragt sich Slim laut: "Warum empfinden Schwarze immer das Bedürfnis, exzellent zu sein? Warum können wir nicht einfach wir selbst sein?" Später, nachdem er und die Königin zum Publikumsfeind geworden sind, erhält er eine Art Antwort: "Ihr habt nichts gegeben, woran man glauben könnte", sagt ein Charakter.

Der Film betrachtet ehrlich die knotige Politik der Repräsentation – ihre Lasten, ihre Möglichkeiten – und trotz eines periodisch uneinheitlichen Drehbuchs, wie der New Yorker Jelani Cobb argumentiert, ist es letztendlich eine wirksame "Meditation über ein Justizsystem, das unschuldige Menschen als Gesetzlose behandelt . "

So bizarr es klingt, "American Son" und "Queen & Slim" sind pünktlich angekommen. Gegen die politischen Spaltungen, die dazu neigen, das Land im Jahr 2019 zu verknöchern, bieten diese Filme, eingehüllt in bekannte Genre-Inszenierungen, bedeutsame Möglichkeiten für die Kunst, Zuschauer dazu zu zwingen, die Nachrichten zu verwerfen, wenn sie kurz mit den Realitäten des Rassismus konfrontiert werden.

Mehr als das, sie schotten einfache Erzählungen. Anstatt Polizeigewalt lediglich als unterschiedliche Fälle darzustellen, in denen schwarze Amerikaner zu Unrecht belästigt oder getötet werden, überwinden die beiden Filme zusammen teilweise ihre Schwächen, um die weitreichenden Konsequenzen zu beleuchten: Wie ein Akt der Brutalität einfach und zurückhaltend erscheinen mag, aber es ist ist es nie wirklich.

Be First to Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *